Platon
P H I L O R E A L
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Intention
  1. Die wenigsten Menschen haben heutzutage eine sinnreichende philosophisch orientierende Sichtweise, die von überkommenen Mythen und den daraus bestehenden, höchst inhumanen und zum Teil sogar menschenverachtenden Verhaltensregeln in einer immer enger werdenden Welt Abstand nimmt. PHILOREAL soll dazu anregen, letztlich eine hinsichtlich ethisch fairen sowie ausgewogenen und vernünftigen Verhaltens verwertbare und zur Aufklärungsbereitschaft aufrufende Weltsicht zu bilden, die zu bestehendem Wissen nicht im Widerspruch steht.

  2. Die Philosophie ist heutzutage eine beinahe nur noch universitär gepflegte Disziplin. Sie ist vom Alltag des Otto-Normalmenschen weit entfernt und beschäftigt sich vornehmlich nur mit der Pflege und Verwaltung dieses Wissens. Schlimmer noch: Die Wenigsten können die Interpretationskonstrukte der Analysen, was die altvordern Philosophen geschrieben haben, mit ihren abstrakten und hintersinnigen Formulierungen verstehen, geschweige denn nachvollziehen. Für das eigene Leben ist das nicht mehr verwertbar. Das soll kein Affront sein oder gar zur Aufgabe dieser Aktivitäten auffordern, sondern soll nur die Lücke aufzeigen. Nicht umsonst entstehen zunehmend Philosophische Praxen, die versuchen genau diese Lücke zu schließen.

  3. Die Thesen von PHILOREAL bilden keine Alternative zu bestehendem Wissen, sondern stellen erweiterte und allgemein gültigere Denkansätze auf! Alles verfügbare Wissen aus allen Bereichen unserer Erkenntnisprozesse sind »in ihrem Definitionsbereich«(!) erst einmal völlig unabhängig als Richtig unterstellt. PHILOREAL zeigt die Grundlage auf eine ganzheitliche (holistische) Weltsicht, wie sie eigentlich aus guten Gründen aus der Geschichte der Philosophie immer wieder eingefordert wurden um alles bestehende Wissen einordnen zu können. Das Ziel ist hierbei die bestehende interdisziplinären Isolationen auf der Grundlage einer universal gültigen systemtheoretischen Grundlage aufzuheben.

  4. Aufklärung um grundlegende Zusammenhänge allen Seins und die Bereitschaft dazu tun Not in einer Zeit zunehmender egozentrischer, weltanschaulicher und religionsdogmatischer Einfalt und Borniertheit. Der öffentlich geäußerte sog. »Kampf der Kulturen oder Religionen« ist letztlich der Ausdruck dieser extrem inhumanen Entwicklung, die unser aller Existenzwahrscheinlichkeit zunehmend gefährdet. Dem auf institutionalisierten Religionen basierende Glaube an dogmatisierte Mythen und heiligen (unantastbaren) Lehrsätzen muss eine humanere und lebenswürdigere Alternative entgegengestellt werden. Bestehendes und allgemein anerkanntes Wissen um die Dinge darf nicht mehr auf Widersprüche zur jeweiligen Glaubenseinstellung hinauslaufen. Aufklärung und die darauf begründende Rationalität sind die einzig vernünftige Alternative um diese Verkrampfung der Menschheit aufzulockern. Beliebigkeit oder Fundamentalismus ist keine zukunftsfähige Basis für unsere Existenz. Wer Wissenschaft, Philosophie und Kunst besitzt braucht keine (institutionalisierte!) Religion und somit keinen Glauben(-sgehorsam) an vermeintlich Übernatürliches! Damit aber kann trotzdem und gerade jeder seine eigene persönliche Religiosität (im Unterschied zu Religion) frei ausleben. PHILOREAL zeigt auch hier die grundsätzlich sinnreichende, säkulare und damit ethische Möglichkeit einer vernunftbasierenden Weltsicht fairen Denkens und Verhaltens, die damit der eigenen Existenz nutzt. Glauben heißt Nicht-Wissen, oder stärker: Wissen um die Dinge macht Glauben unnötig, überflüssig!

  5. Heute bestehendes Wissen kann morgen schon veraltet oder verändert sein. Wissen ist für und innerhalb einer bestimmten Weltsicht oder Einstellung niemals falsch, sondern höchstens zu spezifisch abgestimmt und somit unvollständig im Sinne einer allgemeingültigen Übertragbarkeit. Erst der Versuch des Übertragens auf Andere oder Anderes führt zu den typischen Widerspruchsmomenten mit all den im Extremen inhumanen Zuständen. Wissen stellt unter Prinzip niemals finale oder gar heilige Antworten auf die Dinge dar. Es ist immer das Ergebnis aus dem unablässig andauernden dynamischen »Prozess zu Erkenntnis« und unterliegt damit, wie alles andere auch, dem systemischen Prinzip der Evolution, also das Prinzip von Anpassung (Wandel) oder Auslese. PHILOREAL demaskiert hier die grundsätzlich veraltete Einschätzung von uns Menschen, was Wissen und was Erkenntnis überhaupt ist und wie das wirkt.

  6. Jede Weltsicht, die bestimmtes Wissen als dogmatische Wahrheit festzuschreiben versucht, verhält sich, das Denken verbietend, grundsätzlich inhuman und lebensfeindlich. Mündigkeit und die Konditionierung auf zukünftige Gefahren und Lebensumstände werden dadurch aktiv unterbunden (z.B: Papst und Kondom in einer Zeit des AIDS). Mehr noch: Diese, gerade in den institutionalisierten monotheistischen Religionen, begründete Weltsichtsverhalten, die eigene(!) von Dogmen durchzogene und egozentrisch wahrgenommene Wirklichkeit als eine Universalrealität zu werten, stellt automatisch eine unethische (unfaire) Geringschätzung Andersdenkender dar. Das typische Werten, diese eigene (Universal-)Realität als realer zu empfinden und einzuschätzen als die des Anderen, ist der wahre Ursprung aller Konflikte. PHILOREAL zeigt auf, dass es keinen rationalen Grund gibt eine bestimmte Realitätssicht gegenüber einer anderen aufwiegen zu müssen. Jede in einem beliebigen System (ob physikalisch oder denkendes Bewusstsein) begründete innere Realität ist genau die Realität, die dieses System ausmacht und insofern ist ein wertender Vergleich grundsätzlich nicht sinnreichend. Es gibt keine Universalrealität, sondern nur systemisch differenzierbare Realitäten, die miteinander kommunizieren!

  7. Das weltweit übliche, auch und gerade das politische, Denken in Moralkategorien ist ein grundlegendes Übel. Nicht das machtbasierende und egozentrisch völlig willkürliche, moralische Einteilen in Gut und Böse, sondern das begründbar ethische Denken in Fairness, Toleranz und Respekt zu Andersdenkenden bildet die bessere und humanere Grundlage zu Dialog, Verständnis und unser aller Existenzwahrscheinlichkeit zur Reduzierung von Gewalt und Leid. PHILOREAL demaskiert den Unterschied und die negativen Auswirkungen moralisierenden Denkens und begründet die Ethik auf einem von kulturindividuell konditionierter Sprache unabhängigen Modell. Dieses Prinzip begründet ein objektiveres Wertesystem zur Maximierung von gelingender Existenzwahrscheinlichkeit.

  8. Also: Eine für alle verwertbare Realitätsphilosophie muss her! Eine Philosophie, die sich wieder auf die unmittelbaren, bis heute unbeantworteten und nach wie vor aktuellen, platonischen Fragen an die Realität(en) rückbesinnt. Eine für alle verwertbare und orientierende Philosophie, die sich, beginnend bei Platon bis heute, um ein für alle verständliches Interpretationsgerüst der auf die Menschen einströmenden Eigenarten der Welt kümmert ohne die rationalen (Natur-)Wissenschaften außen vor zu lassen. Nur das sind die Faktoren die unzweifelhaft die Basis des Weltbestehens und -verstehens bilden. PHILOREAL soll die Synthese zwischen konkreter Wissenschaft und philosophisch orientierendem Realitätssinn aufzeigen. Das freie Denken im Dreigespann von rationaler Wissenschaft, orientierender Philosophie und kreativer Kunst gegenüber dem blinden Glaubensgehorsam, der das Denken und vor allem das Nichtzudenkenhabende sowie das Verhalten vorschreibt ohne auf die natürlichen Bedürfnisse des Lebens und des Menschseins Rücksicht zu nehmen, ist die bessere und lebenswürdigere, eben humanere Alternative.