Platon
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Thesen - Intro

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Die Systemtheorie sollte für das tiefere Verständnis der Thesen inhaltlich bekannt sein (siehe Navigationsleiste).
Die hier vorgestellten Thesen sind die Basis einer Realitätsphilosophie, die sich auf das heute verfügbare Wissen in allen Bereichen wissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Erkenntnis rückbezieht!

Es soll erkannt werden, welch hohes Defizit wir Menschen gegenüber einer sinnbefriedigenden Erklärung und Interpretationsbasis des Wesens aller Dinge haben. Es soll erkannt werden, wie oberflächlich wir Erdenbürger mit einer sinngerichteten, inneren Erkenntnisbasis ausgestattet sind. Das ist letztlich der Grund, warum die Menschen Verhaltensweisen an den Tag legen, die alles andere als vernünftig sind. Es fehlt definitiv eine philosophisch motivierte Erkenntnisbasis, die sich auf die elementaren Dinge unserer erfahrbaren Welt auf dem Fundament verfügbaren und konkreten Wissens rückbesinnt. Durch ein stark reduziertes Wissensgerüst und der damit einhergehenden fehlenden Aufklärung beherrscht nicht die Vernunft, sondern emotionale Reaktionen das Welt- und Alltagsgeschehen. Eine Philosophie, die sich unmittelbar auf das naturwissenschaftliche Welterleben bezieht, die in der Lage ist ein inneres Vernunftgerüst zu sein, ist auch in der Lage sinnvolle Maßstäbe für das ethische Verhalten der Menschen zu bieten. Nur mit einem solchen, verinnerlichten Standpunkt haben wir Menschen eine orientierende Philosophie und sind bereit, verantwortungsvoller mit uns selbst und unseren existenziellen Gründen umzugehen. Es gilt die Bereitschaft kritischen Denkens in dieser Hinsicht kollektiv zu wecken. Nur so werden wir uns in Zukunft mündig vorstehen und unser Werden auf diesem Planeten kontrollieren können ohne den (vor allem materiellen und religiösen) Zwängen ausgeliefert zu sein. Nur so werden wir dem Inbegriff des »homo sapiens« gerecht.

Mit dem Einbeziehen heute verfügbaren Wissens ist die Philosophie mehr denn je in der Lage Antworten zu geben, zu denen die Altvordern aus der heutigen Sicht noch keine wirkliche Chance hatten. Aristoteles, Platon u.a. vor über zweieinhalb tausend Jahren hatten kein so fundiertes Wissen. Trotzdem erstaunt ihr tiefes Eindringen in die Thematik. In der Neuzeit, seit dem 19. Jahrhundert, sind Philosophen in den öffentlichen Diskurs getreten, die das Einbeziehen physikalischen und mathematischen Wissens zum erklärten Ziel erhoben haben. Namen wie Husserl und Russel u.a. haben sich aber, vom damaligen Wissen abhängig, in mehr oder weniger metaphysischen und semantischen Analysen verstrickt. Bitte: Das ist keine Kritik an diesen Personen. Ihre Arbeiten waren und sind sehr wichtig auf dem weiteren Weg zur Erkenntnis. Auch in den letzten Jahrzehnten haben sich Leute wie Braitenberg, von Foerster, Glasersfeld, Ruhnau, Seiler, Stolzenberg, Watzlawik u.v.a.m. damit auseinandergesetzt. Allen ist gemeinsam, dass Sie offenbar deutlich gespürt haben, wo des Pudels Kern zu finden sein muss, aber letztlich ist das klare Ausdifferenzieren der Interpretation unseres Seins immer noch nicht wirklich gelungen. So gesehen steckt die universitäre Philosophie nach wie vor in den Kinderschuhen. Sie durchwirkt analytisch, semantisch und wissentlich die Interpretation des Seins eigentlich und sozusagen nur in der »horizontalen« Ebene einer typisch universalen Realitätssicht auf der Basis verfügbarer Sprache und deren kritischen Durchforstens semantischer Paradigmen. Dagegen aber besteht noch eine »vertikale« Richtung, die ich versuchen möchte durch die hier vorgestellten Thesen zu untermauern.

Diese hier diskutierte Realitätsphilosophie soll sich wieder mit den ursächlichen Dingen der physikalisch wirkenden Welt auseinandersetzen, wie sie auf uns Lebewesen einwirken. Sie soll eine Synthese bilden zwischen korrekter Wissenschaft und philosophischem Realitätssinn.